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Evidenz-Check: TSH im Kontext von Schlaf

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Evidenz-Check: TSH im Kontext von Schlaf

Der TSH-Wert (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) unterliegt einer zirkadianen Rhythmik und wird durch Schlaf beeinflusst. Studien zeigen, dass Schlafentzug zu einem Abfall des TSH-Spiegels führen kann, während die Schilddrüsenhormone T3 und T4 oft unverändert bleiben. Allerdings ist die individuelle Variabilität hoch, und ein einzelner TSH-Wert – insbesondere aus einem Heimtest – ist nicht geeignet, eine Schilddrüsenfunktionsstörung zu diagnostizieren oder den Einfluss von Schlafqualität zu beurteilen. Die Evidenz basiert auf kontrollierten Schlafstudien (z. B. Van Cauter et al.), jedoch nicht auf randomisierten kontrollierten Studien zur Diagnostik. Für die klinische Praxis gilt: TSH sollte morgens nüchtern gemessen werden, und Schlafprobleme sollten separat abgeklärt werden. Ein Heimtest kann als Screening dienen, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung mit vollständigem Schilddrüsenprofil (TSH, fT3, fT4, Antikörper).

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