Ein häufiger Fehler bei Mikrobiom-Basistests ist die Überinterpretation der Ergebnisse. Die Tests zeigen die bakterielle Vielfalt und relative Häufigkeiten, können aber keine Krankheiten diagnostizieren. Viele Anbieter vermarkten personalisierte Ernährungsempfehlungen, die jedoch nicht durch starke randomisierte kontrollierte Studien gestützt sind. Ein weiterer Fehler: Tests bei Kindern durchzuführen, ohne pädiatrische Referenzbereiche – die Erwachsenennormen können irreführend sein. Auch die Annahme, dass ein „gutes“ Mikrobiom einfach durch Probiotika oder bestimmte Diäten herstellbar sei, ist zu simpel. Die Evidenz ist überwiegend assoziativ und mechanistisch, nicht klinisch bestätigt. Nutzen Sie solche Tests als Wellness-Tool, nicht als medizinische Diagnostik. Bei ernsthaften Beschwerden ist ein Arztbesuch ratsam.
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