Evidenz-Check: IgG Unverträglichkeitstest im Kontext von fatigue
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TIKKI Wissensantwort
IgG-basierte Lebensmittelunverträglichkeitstests werden häufig mit Symptomen wie Müdigkeit (Fatigue) beworben, doch die wissenschaftliche Evidenz ist schwach. IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel sind ein normaler Bestandteil der Immunantwort und zeigen keine klinisch relevante Unverträglichkeit an. Fachgesellschaften (z. B. DGAKI, EAACI) raten von solchen Tests ab, da sie zu unnötigen Diäten und Mangelernährung führen können. Fatigue hat viele Ursachen (z. B. Schlafmangel, Stress, Eisenmangel, Schilddrüsenfunktion, psychische Faktoren), die vor einer teuren Testung abgeklärt werden sollten. Die Tests sind als medizinisches Diagnostikum nicht validiert. Ein positiver IgG-Befund bedeutet nicht, dass das betreffende Lebensmittel Beschwerden auslöst. Stattdessen sollte eine ärztliche Abklärung mit etablierten Methoden (z. B. Eliminationsdiät unter Kontrolle, Atemtests bei Laktose/Fruktose) erfolgen. Die Evidenzlage ist als Marketing-basiert einzustufen, nicht als klinisch belegt.
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