Reis ist von Natur aus glutenfrei, da Gluten nur in bestimmten Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Allerdings kann es bei verarbeiteten Reisprodukten (z. B. Reiswaffeln, Reisflocken) zu Kreuzkontaminationen mit glutenhaltigen Getreiden kommen. Wer eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) oder Weizensensitivität vermutet, sollte spezifische Blutwerte prüfen lassen: Anti-tTG-IgA (Gewebetransglutaminase-Antikörper) ist der primäre Screening-Marker, ergänzt durch Gesamt-IgA, um einen IgA-Mangel auszuschließen. Bei IgA-Mangel werden IgG-basierte Tests (z. B. Anti-DGP-IgG) empfohlen. Auch EMA-IgA (Endomysium-Antikörper) kann zur Bestätigung dienen. Wichtig: Für eine zuverlässige Diagnose muss zum Zeitpunkt der Blutabnahme glutenhaltige Nahrung verzehrt werden (Glutenprovokation). Ein negativer Bluttest schließt eine nicht-zöliakische Glutensensitivität (NCGS) nicht aus – hierfür gibt es keinen validierten Biomarker. Die Evidenz für die genannten Antikörper ist human-strong (Zöliakie-Diagnostik). Bei Verdacht auf NCGS bleibt nur eine streng kontrollierte Eliminations- und Provokationsdiät. Reis ist also sicher bei Glutenunverträglichkeit, aber die Blutdiagnostik muss gezielt auf Zöliakie ausgerichtet sein.
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