Die Erkennung eines Folsäuremangels erfolgt in der Regel über Blutuntersuchungen, insbesondere die Bestimmung von Folsäure im Serum oder in den Erythrozyten. Ein erniedrigter Serum-Folat-Spiegel (< 3 ng/ml) weist auf einen aktuellen Mangel hin, während ein niedriger Erythrozyten-Folat-Wert (< 140 ng/ml) einen länger bestehenden Mangel anzeigt. Klinische Symptome wie Müdigkeit, Blässe, Zungenbrennen oder neurologische Störungen können ebenfalls Hinweise geben, sind aber unspezifisch. Wichtig: Ein Folsäuremangel kann auch durch genetische Varianten (z. B. MTHFR) beeinflusst werden, die die Umwandlung in die aktive Form stören. Consumer-Tests, die nur einzelne SNPs analysieren, ersetzen keine ärztliche Diagnostik. Bei Schwangerschaftswunsch oder bestehender Anämie ist eine ärztliche Abklärung mit vollständigem Blutbild und Homocystein-Bestimmung empfehlenswert.
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