TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) wird von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet und reguliert die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Diese steuern den Grundumsatz – je mehr Schilddrüsenhormone, desto höher der Energieverbrauch. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist TSH meist erhöht, während T3/T4 niedrig sind, was den Stoffwechsel verlangsamt und Gewichtszunahme oder erschwertes Abnehmen begünstigt. Bei Überfunktion (Hyperthyreose) ist TSH niedrig, der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren, was oft zu Gewichtsverlust führt. Allerdings ist der Zusammenhang nicht linear: Viele Menschen mit leichter Hypothyreose (subklinisch) haben keine signifikanten Gewichtsprobleme, und eine TSH-Senkung allein führt nicht automatisch zur Gewichtsabnahme. Die Evidenz für einen direkten kausalen Effekt von TSH auf das Körpergewicht ist moderat; die Schilddrüsenfunktion ist nur ein Faktor unter vielen (Ernährung, Bewegung, Genetik, andere Hormone). DNA-Tests auf TSH-beeinflussende Gene (z. B. PDE8B) haben kleine Effektstärken und sind klinisch nicht handlungsleitend. Wichtig: Keine Schilddrüsenhormone ohne ärztliche Indikation zur Gewichtsreduktion einnehmen – das kann gefährliche Nebenwirkungen haben. Bei auffälligen TSH-Werten sollte ein Endokrinologe konsultiert werden.
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