Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das vor allem in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vorkommt – die genaue Menge hängt jedoch stark vom Selengehalt des Bodens ab. Die reichste bekannte Quelle sind Paranüsse: Bereits eine einzige Nuss kann die Tagesdosis (ca. 55–70 µg für Erwachsene) überschreiten, weshalb Vorsicht vor Überdosierung geboten ist (Selenose). Weitere gute Quellen sind Thunfisch, Sardinen, Makrele, Leber, Nieren, Eier, Sonnenblumenkerne und Pilze (v. a. Steinpilze). In Deutschland ist der Boden selenarm, daher enthalten heimische Getreide- und Gemüsesorten oft wenig Selen. Der Bedarf wird meist über Fleisch, Fisch und Eier gedeckt. Bei rein pflanzlicher Ernährung kann eine Unterversorgung auftreten. Die Evidenz zu Selenquellen beruht auf Nährwerttabellen und Ernährungsstudien, nicht auf den hier bereitgestellten DNA- oder Biomarker-Kontexten. Ein Gentest (z. B. rs1001179 im GPX-Gen) kann Hinweise auf die individuelle Selenverwertung geben, ersetzt aber keine Ernährungsberatung. Sicherheitshinweis: Die tolerierbare Höchstmenge liegt bei 400 µg/Tag; eine dauerhafte Überdosierung (z. B. durch tägliche Paranüsse) kann zu Vergiftungserscheinungen führen.
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