Hormonelle Schwankungen während des Menstruationszyklus, insbesondere der Abfall von Östrogen und Progesteron sowie der relative Anstieg von Testosteron vor der Periode, können die Talgproduktion anregen und die Poren verstopfen, was zu Pickeln führt. Dies ist ein gut dokumentierter physiologischer Prozess. Die Evidenz für Behandlungen wie kombinierte orale Kontrazeptiva (die den Hormonspiegel stabilisieren) oder Spironolacton (das Androgene blockiert) ist stark (Evidenzgrad: human-strong). Allerdings wirken diese nicht bei jeder Frau gleich. Hautpflege mit Salicylsäure oder Benzoylperoxid kann helfen, ersetzt aber keine medizinische Beratung bei schwerer Akne. Gentests auf ‚Akne-Gene‘ (z. B. FTO oder CYP2C9) haben keinen klinischen Nutzen für die Behandlung von Menstruationsakne – die Hormonachse ist entscheidend, nicht einzelne DNA-Varianten. Caveat: Jeder Hauttyp reagiert anders; ein Hautarztbesuch ist bei anhaltenden Beschwerden sinnvoll.
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