Eine Helicobacter-pylori-Infektion kann über verschiedene Mechanismen mit Gewichtsveränderungen zusammenhängen. Die Bakterienbesiedlung der Magenschleimhaut führt häufig zu chronischer Gastritis, Dyspepsie und Ulkuserkrankungen, die mit Appetitlosigkeit, Übelkeit und Oberbauchschmerzen einhergehen – dies kann eine ungewollte Gewichtsabnahme begünstigen. Zudem beeinflusst H. pylori die Produktion von Ghrelin („Hungerhormon“) und Leptin, was den Appetit und den Energiehaushalt stören kann. Einige Studien zeigen, dass eine Eradikationstherapie bei manchen Patienten zu einer Gewichtszunahme führt, möglicherweise durch die Normalisierung der Magenfunktion und des Hormonhaushalts. Allerdings ist der Zusammenhang nicht linear: Nicht jeder Infizierte nimmt ab, und eine Gewichtsabnahme ist kein spezifisches Symptom. Die Evidenzlage ist heterogen – es gibt sowohl Beobachtungsstudien als auch mechanistische Erklärungen, aber keine hochwertigen randomisierten Studien, die eine kausale Gewichtsreduktion durch H. pylori belegen. Wichtig: Eine H.-pylori-Infektion sollte medizinisch behandelt werden, nicht als Diätstrategie missverstanden werden. Bei ungewolltem Gewichtsverlust ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
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