Magnesium spielt eine Rolle im Immunsystem und kann allergische Reaktionen beeinflussen. Es ist an der Stabilisierung von Mastzellen beteiligt, die Histamin freisetzen – ein zentraler Botenstoff bei Allergien. Ein Magnesiummangel könnte daher die Histaminausschüttung verstärken und allergische Symptome wie Juckreiz, Niesen oder Hautausschläge begünstigen. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen niedrigen Magnesiumspiegeln und erhöhter Allergieanfälligkeit hin, insbesondere bei Asthma oder Heuschnupfen. Allerdings ist die Evidenzlage begrenzt: Die meisten Daten stammen aus Beobachtungsstudien oder tierexperimentellen Arbeiten, nicht aus großen randomisierten kontrollierten Studien. Magnesiumpräparate werden daher nicht routinemäßig zur Allergiebehandlung empfohlen. Bei nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung sinnvoll sein, aber eine eigenständige antiallergische Wirkung ist nicht ausreichend belegt. Wer unter Allergien leidet, sollte sich ärztlich beraten lassen und nicht allein auf Magnesium setzen. Die Wechselwirkungen mit anderen Nährstoffen (z. B. Calcium, Vitamin D) sind ebenfalls zu beachten. Insgesamt ist der Zusammenhang mechanistisch plausibel, aber klinisch nicht stark abgesichert.
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