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Erklärung: wie testet man eine glutenunverträglichkeit

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Erklärung: wie testet man eine glutenunverträglichkeit

Die Abklärung einer Glutenunverträglichkeit unterscheidet klar zwischen Zöliakie (Autoimmunerkrankung) und der nicht-zöliakischen Glutensensitivität (NCGS). Für Zöliakie ist der erste Schritt ein Bluttest auf Gewebstransglutaminase-Antikörper (tTG-IgA) sowie Gesamt-IgA. Bei positivem Ergebnis folgt eine gastroskopische Dünndarmbiopsie zum Nachweis der Zottenatrophie. Ein Gentest auf HLA-DQ2/DQ8 kann Zöliakie nahezu ausschließen, aber nicht beweisen. Für NCGS gibt es keinen validierten Biomarker; die Diagnose erfolgt durch Ausschluss anderer Ursachen und einen placebokontrollierten Glutenprovokationstest. Wichtig: Vor einer glutenfreien Diät sollte immer eine vollständige Diagnostik erfolgen, da die Diät die Testergebnisse verfälscht. Consumer-DNA-Tests wie MyBody-X zeigen lediglich Risikovarianten (z. B. rs2071559 im HLA-DQA1), die eine Prädisposition anzeigen, aber keine Diagnose stellen. Viele Träger entwickeln nie eine Zöliakie. Die Evidenz für die Zöliakie-Diagnostik ist stark (human-strong), für NCGS dagegen schwach und basiert auf klinischer Praxis. Lassen Sie sich von einem Gastroenterologen beraten, bevor Sie Ihre Ernährung umstellen.

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