Mythen vs. Fakten: hsCRP und Schlaf. hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein Entzündungsmarker. Ein Mythos besagt, dass schlechter Schlaf allein hsCRP stark erhöht – tatsächlich ist der Effekt moderat und wird durch andere Faktoren wie Ernährung, Stress und BMI überlagert. Fakt: Chronisch kurzer oder gestörter Schlaf (<6h) kann hsCRP leicht erhöhen, aber die klinische Relevanz ist individuell unterschiedlich. Ein weiterer Mythos: Schlafmangel verursacht direkt gefährliche Entzündungen. Studien zeigen eher eine milde, reversible Erhöhung. Die Evidenz basiert auf epidemiologischen und Interventionsstudien, jedoch nicht auf randomisierten kontrollierten Studien mit harten Endpunkten. Daher: Schlafhygiene verbessern, aber hsCRP nicht isoliert interpretieren. Caveat: Ein dauerhaft erhöhter hsCRP sollte ärztlich abgeklärt werden, nicht nur auf Schlaf geschoben werden.
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