Die Verbindung zwischen ACTN3 und Langlebigkeit ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. ACTN3 codiert das Protein α-Aktinin-3, das vor allem in schnellen Muskelfasern vorkommt. Eine häufige Genvariante (R577X) führt zu einem Funktionsverlust dieses Proteins. Während ACTN3-Defizienz mit reduzierter Sprintleistung assoziiert ist, gibt es Hinweise, dass sie möglicherweise Vorteile für die Ausdauer und den Energiestoffwechsel bietet – Faktoren, die indirekt die gesunde Lebensspanne beeinflussen könnten. Einige populationsgenetische Studien fanden eine höhere Häufigkeit der defizienten Variante bei älteren Menschen, was auf einen möglichen Selektionsvorteil hindeutet. Allerdings ist die Evidenzlage schwach: Es handelt sich um Assoziationsstudien ohne kausale Belege. Die Langlebigkeit wird durch zahlreiche Umwelt-, Lebensstil- und genetische Faktoren bestimmt, wobei ACTN3 nur einen sehr kleinen Teil erklären kann. Caveat: Keine der bereitgestellten Quellen behandelt ACTN3 direkt. Die Aussagekraft von Gentests zu diesem Thema ist daher begrenzt.
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