Die Frage nach der Rolle eines Mikrobiom-Tests bei Stress ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend geklärt. Es gibt Hinweise aus der Grundlagenforschung, dass die Darm-Hirn-Achse (mikrobielle Metaboliten, Neurotransmitter-Vorstufen) Einfluss auf Stimmung und Stressreaktion haben könnte. Allerdings fehlen robuste klinische Studien, die belegen, dass ein kommerzieller Mikrobiom-Test (z. B. von MyBody-X) direkt zur Stressdiagnose oder -behandlung eingesetzt werden kann. Die meisten Tests liefern lediglich eine relative Häufigkeit bestimmter Bakteriengattungen, ohne dass daraus personalisierte Handlungsempfehlungen für Stressmanagement abgeleitet werden können. Zudem sind die Referenzdatenbanken oft populationsabhängig und nicht für psychologische Endpunkte validiert. Ein Mikrobiom-Test kann daher als exploratives Instrument betrachtet werden, ersetzt aber keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung. Evidenz: unklar. Caveat: Korrelation ≠ Kausalität; keine klinische Validierung für Stress.
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