Die MTHFR-C677T-Variante ist häufig (ca. 30–40 % der Mitteleuropäer tragen sie) und reduziert die Enzymaktivität leicht. Bei Kindern ist ein Gentest darauf jedoch kein Routinescreening. Ein positiver Befund bedeutet nicht automatisch einen Folsäuremangel oder einen Gesundheitsnachteil. Entscheidend ist der Homocystein-Spiegel im Blut – nur wenn dieser erhöht ist, könnte eine Supplementierung mit Methylfolat sinnvoll sein. Die meisten Kinder mit C677T haben normale Homocysteinwerte und benötigen keine spezielle Folatform. Folsäure aus der Nahrung oder angereicherten Produkten ist für sie ausreichend. Eine unkritische Gabe von Methylfolat birgt zudem theoretische Risiken (z. B. Überversorgung bei gleichzeitigem B12-Mangel). Aus MyBody-X-Perspektive gilt: Der Test liefert eine genetische Information, aber keine Diagnose. Er sollte immer mit einem Arzt besprochen werden, der Homocystein und B12 misst, bevor Maßnahmen ergriffen werden. Die Evidenz für eine generelle Methylfolat-Empfehlung bei Kindern mit MTHFR-Varianten ist schwach (GWAS-Assoziation, keine klinischen Endpunktstudien).
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