Die Frage, ob das FTO-Gen direkt zur Langlebigkeit beiträgt, ist wissenschaftlich nicht eindeutig zu beantworten. FTO (Fat Mass and Obesity-Associated) ist vor allem für seine Assoziation mit Adipositas und Typ-2-Diabetes bekannt. Einige GWAS-Studien haben bestimmte FTO-Varianten mit einem veränderten Sterberisiko in Verbindung gebracht, jedoch sind die Effekte klein und stark vom Lebensstil abhängig. So kann ein Risikoallel für Übergewicht paradoxerweise bei ausreichender körperlicher Aktivität mit einer geringeren Gesamtmortalität assoziiert sein. Die Evidenz ist daher als 'mixed' einzustufen: Es gibt mechanistische und populationsgenetische Hinweise, aber keine belastbaren klinischen Belege, dass FTO allein die Lebensspanne verlängert. Consumer-DNA-Tests wie MyBody-X analysieren häufige FTO-SNPs (z. B. rs9939609), deren Aussagekraft für Langlebigkeit begrenzt ist. Eine gesunde Ernährung, Bewegung und Stressmanagement haben nachweislich einen weitaus größeren Einfluss auf die Lebenserwartung als einzelne Genvarianten. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen: FTO ist kein 'Langlebigkeitsgen'.
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