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Kann CYP2C19 bei Sport helfen?

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Kann CYP2C19 bei Sport helfen?

CYP2C19 ist ein Enzym des Cytochrom-P450-Systems, das vor allem für den Abbau von Medikamenten wie Clopidogrel, Protonenpumpenhemmern und bestimmten Antidepressiva bekannt ist. Es gibt keine belastbare wissenschaftliche Evidenz, dass CYP2C19-Varianten einen direkten Einfluss auf sportliche Leistung, Ausdauer, Muskelregeneration oder Verletzungsrisiko haben. Die meisten Studien zu Sportgenetik konzentrieren sich auf Gene wie ACTN3, ACE, PPARGC1A oder NOS3, nicht auf CYP2C19. Ein indirekter Zusammenhang wäre theoretisch denkbar, wenn ein Athlet Medikamente einnimmt, deren Wirksamkeit oder Nebenwirkungen durch CYP2C19 beeinflusst werden (z. B. Schmerzmittel, Magenschutz). Allerdings ist dies kein sportrelevanter Biomarker im engeren Sinne. Consumer-DNA-Tests, die CYP2C19 als „Sportgen“ vermarkten, übertreiben die Bedeutung. Die Evidenzlage ist als „mechanistisch“ oder „Praxis“ einzustufen, nicht als humanstudienbasiert. Wer seinen Sport optimieren möchte, sollte besser auf validierte Parameter wie Laktatschwelle, VO₂max oder Trainingssteuerung achten – nicht auf CYP2C19.

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