Das COMT-Gen (Catechol-O-Methyltransferase) ist vor allem für den Abbau von Katecholaminen und Östrogenen bekannt. Die häufigste Variante rs4680 (Val158Met) beeinflusst die Enzymaktivität: Träger der Met/Met-Variante haben eine um etwa 40 % reduzierte Aktivität, was zu höheren Östrogenspiegeln führen kann. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang mit Endometriose, PCOS oder dem Erfolg von IVF-Behandlungen hin – die Ergebnisse sind jedoch inkonsistent und die Effektstärken gering. Fruchtbarkeit ist polygen und multifaktoriell; ein einzelner COMT-SNP allein hat keinen klinisch aussagekräftigen Vorhersagewert. MyBody-X-Tests können COMT analysieren, aber die Interpretation sollte zurückhaltend erfolgen. Es gibt keine Leitlinien, die ein COMT-Screening im Rahmen der Fruchtbarkeitsdiagnostik empfehlen. Sinnvoller ist eine umfassende Betrachtung von Hormonstatus, Lebensstil und anderen genetischen Faktoren. Vorsicht vor überzogenen Behauptungen: Ein COMT-Befund allein rechtfertigt keine spezifische Supplementierung oder Therapie ohne ärztliche Begleitung.
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