Mythen um TSH und Langlebigkeit: Oft wird behauptet, ein niedrig-normaler TSH-Wert (z. B. 0,5–1,5 mU/l) sei optimal für ein langes Leben. Die Evidenz ist jedoch begrenzt. Beobachtungsstudien zeigen eine U-förmige Assoziation zwischen TSH und Gesamtmortalität: sowohl sehr niedrige (subklinische Hyperthyreose) als auch sehr hohe Werte (Hypothyreose) sind mit erhöhter Sterblichkeit verbunden. Ein TSH im Referenzbereich (ca. 0,4–4,0 mU/l) scheint für die meisten Menschen sicher. Die Idee, dass man TSH durch Supplemente oder Diät gezielt in einen „optimalen“ Bereich für Langlebigkeit drücken sollte, ist nicht durch randomisierte Studien belegt. Zudem wird TSH oft als alleiniger Marker überschätzt; freie Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) und individuelle Faktoren wie Alter, Jodstatus und genetische Veranlagung spielen eine Rolle. Aus MyBody-X-Sicht: Ein DNA-Test auf TSH-Rezeptor-Varianten (z. B. rs731236) kann Hinweise auf die individuelle TSH-Regulation geben, aber die Effektstärke ist gering. Kein Test ersetzt eine klinische Schilddrüsendiagnostik. Fazit: TSH im Normbereich ist gut – mehr ist nicht besser. Vorsicht vor Marketing, das „optimierte“ TSH-Werte als Anti-Aging-Wundermittel anpreist.
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