FT4 (freies Thyroxin) ist ein Schilddrüsenhormon, das den Stoffwechsel reguliert. Ein Ungleichgewicht – sowohl zu hohe als auch zu niedrige FT4-Werte – kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Hypothyreose (niedriges FT4) führt oft zu Zyklusstörungen, Anovulation und erhöhtem Fehlgeburtsrisiko. Hyperthyreose (hohes FT4) kann ebenfalls den Menstruationszyklus stören und die Empfängnis erschweren. Die Evidenz hierfür ist human-strong, basierend auf endokrinologischen Leitlinien und klinischen Studien. Allerdings: Ein einzelner FT4-Wert sagt wenig über die Fruchtbarkeit aus – entscheidend ist das gesamte Schilddrüsenprofil (TSH, fT3, fT4) sowie die klinische Symptomatik. Direkt-to-Consumer-Tests, die nur einen Marker messen, sind für die Fruchtbarkeitsdiagnostik unzureichend. Bei unerfülltem Kinderwunsch sollte immer ein Arzt die Schilddrüsenfunktion umfassend abklären.
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