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Myths vs Facts: Selen und Stress

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Myths vs Facts: Selen und Stress

Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das als Bestandteil von Selenoproteinen (z. B. Glutathionperoxidasen) eine Schlüsselrolle im antioxidativen Schutz spielt. Oxidativer Stress entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen reaktiven Sauerstoffspezies und der körpereigenen Abwehr – und Selen kann hier unterstützen. Allerdings ist der Effekt auf psychischen Stress (z. B. durch Arbeit oder Belastung) indirekt und nicht durch hochwertige klinische Studien belegt. Viele Nahrungsergänzungsmittel bewerben Selen als „Anti-Stress“-Mittel, doch die Evidenz ist schwach: Die meisten Studien zeigen nur kleine Verbesserungen von Biomarkern, nicht von subjektivem Stressempfinden. Zudem ist eine Überdosierung (ab ca. 300 µg/Tag) toxisch und kann zu Selenose führen. Ein Mangel ist in Mitteleuropa selten; eine Supplementierung ohne vorherige Labordiagnostik ist daher meist unnötig. Fazit: Selen ist wichtig für die antioxidative Kapazität, aber kein Wundermittel gegen Stress. Wer seinen Selenstatus kennt (Bluttest), kann gezielt supplementieren – ansonsten reicht eine ausgewogene Ernährung (z. B. Paranüsse, Fisch, Eier).

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