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Evidenz-Check: HbA1c im Kontext von fertility

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Evidenz-Check: HbA1c im Kontext von fertility

HbA1c (glykiertes Hämoglobin) ist ein Langzeitblutzuckermarker, der den durchschnittlichen Glukosespiegel der letzten 2–3 Monate widerspiegelt. Im Kontext der Fertilität gibt es eine klare, aber indirekte Verbindung: Erhöhte HbA1c-Werte (≥5,7 % Prädiabetes, ≥6,5 % Diabetes) sind mit einer verminderten Fruchtbarkeit assoziiert. Bei Frauen beeinträchtigt eine schlechte glykämische Kontrolle die Ovulation, erhöht das Risiko für PCOS-bedingte Zyklusstörungen und steigert die Fehlgeburtsrate. Bei Männern ist ein erhöhter HbA1c mit reduzierter Spermienqualität (Motilität, DNA-Fragmentierung) verbunden. Die Evidenz basiert auf großen Kohortenstudien und Metaanalysen (human-strong). Allerdings ist HbA1c kein direkter Fertilitätsmarker – er misst die Stoffwechsellage, die die Fruchtbarkeit beeinflusst. Eine Normalisierung des HbA1c durch Lebensstil oder Medikamente (z. B. Metformin bei PCOS) kann die Fertilität verbessern. Caveat: Ein einzelner HbA1c-Wert sagt nichts über die Ursache aus; Schilddrüsenfunktion, Eisenstatus und Hormonprofile sind ebenfalls relevant. Für eine umfassende Fertilitätsabklärung sind spezifischere Tests (AMH, FSH, Spermiogramm) nötig.

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