Die Mikrobiom-Genetik umfasst zwei Aspekte: die Zusammensetzung der Bakterien im Darm (Mikrobiom) und die Gene des Menschen (Wirtsgenetik), die dieses Ökosystem beeinflussen. MyBody-X-Tests analysieren beides – etwa Bakterien wie Akkermansia muciniphila oder Wirtsvarianten wie rs1801133 im MTHFR-Gen. Die Evidenz ist jedoch gemischt: Während ein niedriger Akkermansia-Spiegel in Studien mit Stoffwechselstörungen assoziiert wurde, ist dies kein Diagnosekriterium. Das Mikrobiom schwankt tagesabhängig und wird stark von Ernährung, Medikamenten und Umwelt beeinflusst. Wirtsgenetische Varianten wie MTHFR C677T (ca. 36 % der Europäer tragen das A-Allel) haben kleine Effekte auf den Folatstoffwechsel, aber keine direkte klinische Konsequenz ohne Blutwerte. Die Tests sind als Lifestyle-Produkte eingestuft, nicht als Medizinprodukte. Sie können keine Krankheiten diagnostizieren oder einen Arzt ersetzen. Sinnvoll sind sie als Impuls für eine gesündere Ernährung, aber nicht als alleinige Grundlage für medizinische Entscheidungen. Vorsicht vor überhöhten Versprechungen: Ein positiver IgE-Befund bedeutet nur Sensibilisierung, nicht Allergie.
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