CRP (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der bei akuten und chronischen Entzündungen ansteigt. Ein erhöhter CRP-Wert kann auf eine zugrundeliegende Entzündung hinweisen, die wiederum die Insulinresistenz und den Blutzuckerstoffwechsel beeinträchtigen kann. Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte (z. B. bei Diabetes) fördern ebenfalls Entzündungsprozesse, sodass ein Teufelskreis entstehen kann. Bei der Interpretation von CRP-Werten im Kontext von Blutzucker sollte man jedoch bedenken, dass viele Faktoren (Infektionen, Rauchen, Übergewicht, Stress) CRP beeinflussen. Ein einzelner erhöhter CRP-Wert ist nicht diagnostisch für eine bestimmte Erkrankung. Sinnvoll ist eine kombinierte Betrachtung mit Nüchternblutzucker, HbA1c und ggf. einem oralen Glukosetoleranztest. Lebensstilmaßnahmen wie ausgewogene Ernährung, Bewegung und Gewichtsmanagement können sowohl CRP als auch Blutzucker positiv beeinflussen. Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Omega-3-Fettsäuren) haben nur begrenzte Evidenz zur Senkung von CRP. Vorsicht vor überhöhten Versprechungen von Gentests, die angeblich individuelle Entzündungsrisiken vorhersagen – die klinische Relevanz ist meist gering.
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