Insulin hat sowohl positive als auch negative Effekte auf die Haut. Topisch angewendet kann es die Wundheilung fördern, insbesondere bei chronischen Wunden oder diabetischen Ulzera – hier gibt es kleine klinische Studien, die eine beschleunigte Heilung zeigen. Allerdings ist die Evidenz insgesamt schwach und überwiegend mechanistisch. Systemisch erhöhte Insulinspiegel, wie sie bei Insulinresistenz oder Typ-2-Diabetes vorkommen, sind dagegen mit Hautproblemen assoziiert: Akne, Acanthosis nigricans (dunkle, samtige Hautstellen) und vorzeitige Hautalterung durch vermehrte Bildung von Advanced Glycation Endproducts (AGEs). Für kosmetische Zwecke ist Insulin nicht zugelassen, und eine unkontrollierte Anwendung birgt Risiken wie Hypoglykämie oder lokale Irritationen. Zusammenfassend: Insulin kann unter bestimmten Bedingungen (Wundheilung) helfen, aber die Behauptung, es sei generell gut für die Haut, ist irreführend und nicht durch solide Evidenz gestützt.
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