Die Frage nach der Rolle des LCT-Gens (Laktase) für den Schlaf ist wissenschaftlich nicht gut belegt. LCT kodiert für das Enzym Laktase, das den Milchzucker Laktose spaltet. Ein genetisch bedingter Laktasemangel (Laktoseintoleranz) kann zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall führen – Beschwerden, die indirekt die Schlafqualität beeinträchtigen können, etwa durch nächtliches Aufwachen oder Unwohlsein. Es gibt jedoch keine robusten Studien, die einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen LCT-Varianten und Schlafparametern wie Einschlafzeit, Tiefschlaf oder Schlafdauer belegen. Die Evidenz beschränkt sich auf plausible mechanistische Überlegungen und vereinzelte Beobachtungen. Wer Schlafprobleme hat, sollte primär etablierte Faktoren wie Schlafhygiene, Stress, Koffein und mögliche Schlafstörungen (z. B. Schlafapnoe) abklären lassen. Ein Gentest auf LCT liefert hierfür keine belastbare Grundlage. Die Aussagekraft von Direkt-zu-Verbraucher-Tests ist in diesem Bereich sehr begrenzt.
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