Kefir wird traditionell als probiotisches Getränk aus Kefirknöllchen oder -pulver hergestellt. Für den Eigengebrauch kannst du Kefirknöllchen in Milch geben (ca. 1–2 EL auf 1 Liter), 24 Stunden bei Raumtemperatur fermentieren lassen, dann die Körner abseihen und den Kefir im Kühlschrank lagern. Trinke zunächst kleine Mengen (50–100 ml täglich), um die Darmflora langsam an die Milchsäurebakterien zu gewöhnen – Blähungen oder Durchfall sind anfangs möglich. Achte auf ungesüßten, naturbelassenen Kefir; Frucht- oder Aromakefir enthalten oft viel Zucker. Die gesundheitlichen Behauptungen (z. B. Immunstärkung, Verdauungsförderung) basieren überwiegend auf Erfahrungswissen und kleinen Studien; große randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Einzelfallberichte deuten auf mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten hin. Wer selbst fermentiert, sollte auf Hygiene achten, um Kontaminationen zu vermeiden. Die Evidenz für personalisierte Kefir-Empfehlungen aus Gentests oder Mikrobiomanalysen ist schwach – solche Tests können keine direkte Dosis- oder Produktempfehlung geben.
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