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Evidenz-Check: NutriCare | INFINITY DNA-Test im Kontext von fertility

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Evidenz-Check: NutriCare | INFINITY DNA-Test im Kontext von fertility

Der NutriCare | INFINITY DNA-Test bewirbt sich als umfassender Gesundheits- und Fertilitäts-Check, doch die Evidenzlage ist schwach. Die meisten der getesteten SNPs (z. B. MTHFR, FTO, TNF) haben nur kleine Effektstärken und sind für die klinische Fertilitätsberatung nicht ausreichend validiert. Die ACMG und CDC raten von MTHFR-Tests im Routinescreening ab, da sie keinen nachweislichen Nutzen für die Behandlung bringen. Auch die Behauptung, man könne über DNA-Tests die „ideale Ernährung“ für die Fruchtbarkeit finden, ist wissenschaftlich nicht belegt – keine randomisierte Studie zeigt, dass DNA-basierte Diäten konventionellen Empfehlungen überlegen sind. Zudem fehlen für viele der angebotenen Biomarker (z. B. „Detoxifikationsdefekt“ durch GSTT1-Deletion) klinische Handlungsanleitungen; die Bezeichnung ist irreführend. Sicherheitshinweis: Verlassen Sie sich nicht auf einen solchen Test, um Ihre Fertilitätsbehandlung zu steuern. Konsultieren Sie stattdessen einen Facharzt für Reproduktionsmedizin, der evidenzbasierte Diagnostik (Hormonstatus, Ultraschall, Spermiogramm) einsetzt. Der Test kann allenfalls als ergänzende Information dienen, ersetzt aber keine medizinische Abklärung.

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