Ein Vitamin-D-Test bei Müdigkeit kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, ist aber nicht für jeden empfohlen. Vitamin-D-Mangel ist mit Müdigkeit assoziiert, insbesondere bei Risikogruppen wie Menschen mit dunkler Hautfarbe, geringer Sonnenexposition, älteren Personen oder bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Malabsorption). Die Evidenz für einen kausalen Zusammenhang ist moderat: Studien zeigen, dass ein Mangel Müdigkeit begünstigen kann, aber die Effekte einer Supplementierung sind oft gering. Ein Test ist nur dann sinnvoll, wenn ein Mangel wahrscheinlich ist und die Ergebnisse die Therapie steuern. Ohne Risikofaktoren ist ein Screening nicht empfohlen, da die Prävalenz eines schweren Mangels in der Allgemeinbevölkerung niedrig ist. Zudem sind viele kommerzielle Tests nicht standardisiert. Bei anhaltender Müdigkeit sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen, um andere Ursachen auszuschließen. Ein Vitamin-D-Test allein ersetzt keine umfassende Diagnostik.
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