Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) wird oft mit Blutzuckerregulation in Verbindung gebracht, doch es ranken sich Mythen darum. **Mythos:** Eine einzelne VDR-Genvariante (z.B. FokI, BsmI, TaqI) bestimme maßgeblich den Blutzuckerspiegel oder hohe Vitamin-D-Dosen könnten Diabetes heilen. **Fakt:** VDR-Polymorphismen sind in Beobachtungsstudien und Metaanalysen mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes assoziiert, aber die Effektstärken sind klein und werden durch Ernährung, Bewegung, Sonnenexposition und Vitamin-D-Status moduliert. Randomisierte kontrollierte Studien zeigen, dass eine Vitamin-D-Supplementierung den Blutzucker nur bei nachgewiesenem Mangel signifikant verbessert – nicht bei ausreichend versorgten Personen. Direct-to-Consumer-Tests überschätzen oft die klinische Relevanz. Die Evidenz ist moderat (human-observational), nicht kausal. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und Bewegung hat einen weitaus größeren Einfluss auf den Blutzucker als isolierte VDR-Varianten. Vorsicht vor überhöhten Supplementierungsempfehlungen ohne ärztliche Abklärung.
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