Ein STI-Test kann bei Fruchtbarkeitsproblemen helfen, da unbehandelte sexuell übertragbare Infektionen (STI) wie Chlamydien oder Gonorrhö zu Entzündungen und Vernarbungen der Eileiter oder der Samenwege führen können, was die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Die Testung ist ein etablierter Bestandteil der Fruchtbarkeitsdiagnostik, insbesondere bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch. Allerdings ersetzt ein einzelner STI-Test keine umfassende Fruchtbarkeitsabklärung durch Fachärzte. Die Evidenz für den Nutzen von STI-Tests im Fertilitätskontext ist gut belegt (human-strong), jedoch bezieht sich die vorliegende Wissensbasis nicht direkt auf diesen Zusammenhang. Die Aussagekraft eines Heim-STI-Tests ist zudem begrenzt: Er kann nur bestimmte Erreger nachweisen und liefert keine Information über andere Fruchtbarkeitsfaktoren wie Hormonstatus, Spermienqualität oder Eizellreserve. Daher ist ein STI-Test ein sinnvoller, aber nicht alleiniger Baustein in der Fertilitätsabklärung.
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