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Was steht hinter dem Thema unvertraglichkeiten testen?

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Was steht hinter dem Thema unvertraglichkeiten testen?

Hinter dem Thema Unverträglichkeitstests steckt ein wachsender Markt, der oft mit Versprechungen wirbt, die wissenschaftlich nicht immer haltbar sind. Viele dieser Tests – etwa auf Laktose-, Fruktose- oder Histaminintoleranz – basieren auf genetischen Markern oder indirekten Biomarkern. Die Evidenz ist jedoch gemischt: Während Laktoseintoleranz genetisch gut charakterisiert ist (LCT-Gen), fehlt für viele andere angebliche Intoleranzen eine klare klinische Validierung. Der Artikel über aufgeblähten Bauch (mybody-x.com) zeigt, dass Blähungen viele Ursachen haben können – von Ernährung über Mikrobiom bis zu Stress. Ein Gentest allein liefert selten eine definitive Diagnose. Die APOC3-Variante (rs2306374) beeinflusst Triglyceride, ist aber keine Intoleranz im engeren Sinne. Auch die PGx-Tests (CYP2D6/CYP2C19) zeigen, dass Ergebnisse ohne ärztliche Interpretation gefährlich sein können. Fazit: Unverträglichkeitstests können Hinweise geben, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung mit Symptomtagebuch, Eliminationsdiät und ggf. Atemtests. Die Evidenz reicht von „mechanistisch“ bis „Marketing“. Verbraucher sollten kritisch bleiben und Tests nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage nutzen.

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