HbA1c ist ein etablierter Biomarker für die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 2–3 Monate und wird primär zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Diabetes eingesetzt. Im Kontext der Darmgesundheit ist HbA1c jedoch kein direkter Marker. Es gibt zwar Hinweise, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms den Glukosestoffwechsel und die Insulinresistenz beeinflussen kann – und damit indirekt auch den HbA1c-Wert –, aber die Evidenz ist noch nicht ausreichend, um HbA1c als spezifischen Indikator für die Darmgesundheit zu empfehlen. Studien zeigen Assoziationen zwischen bestimmten Bakterienarten und glykämischen Parametern, jedoch fehlen klinisch validierte Cut-off-Werte oder Handlungsempfehlungen für die Praxis. Für Verbraucher, die einen ganzheitlichen Gesundheitscheck wünschen, kann HbA1c in Kombination mit anderen Parametern (z. B. Nüchternblutzucker, Insulin, Entzündungsmarker) nützlich sein, aber allein sagt er wenig über den Zustand des Darms aus. Wer seine Darmgesundheit gezielt verbessern möchte, sollte eher auf Stuhlanalysen (Mikrobiom-Tests), Ballaststoffzufuhr und Entzündungsmarker achten. Die Evidenz für den Einsatz von HbA1c als Darmgesundheitsmarker ist daher als unklar einzustufen.
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